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*** Auferstehungskirche
8.69°ö.L./48.88°n.B.
Nr. im Werkverzeichnis Bredow/Lerch: 151
OBAK-Werk-Nr.: wird noch vergeben
Pforzheim Deutschland, Baden-Württemberg PF
"Notkirche" Typ B (Altarraum polygonal)
Status: erhalten
Einweihung: 1948-10-24
 
Nutzung als Kirche
Goebenstr. 2, 75173 Pforzheim (Ecke Mathystr.) im Stadtteil Weiherberg im Rodviertel (Stadtsüden)  
In Pforzheim gab es nach dem verheerenden Bombenangriff am 23.2.1945 keine intakte ev. Kirche mehr, über 80 Prozent der Innenstadt lagen in Schutt und Asche. Für den Bau der – um ein Binderpaar verlängerten – Notkirche wurden 30000 zurechtgeschlagene Trümmersteine in unterschiedlichen Farbtönungen, teilweise mit erkennbaren Spuren der Zerstörung, verwendet (Bruchsandstein in unregelmäßigen Lagen und Schmucksteine für die Außenwand, Trümmerbacksteine innen). Das Holz für die Binder war "gestohlen" (weil schon an die Alliierten vergeben). Bauzeitlicher Turm (18,60 m) 1954 aufgestockt (wie es im Notkirchenprogramm als Option für spätere Zeiten vorgesehen war). Das ursprüngliche einfache Fensterband wurde 1966 durch Buntverglasung des Künstlers Prof. Klaus Arnold ersetzt. 1967 neue Bänke. 1971 denkmalgerechte Renovierung. Original erhalten sind u.a. die indirekte, nicht-axialsymmetrische Eingangsanordnung, die Klappläden zur Abtrennung des Gemeinderaums, die Altarraumbrüstung mit integrierter Kanzel, der Altar aus Sandsteinquadern mit schlichter Holzplatte und der (von Bartning entworfene) Taufstein.
Ev. Landeskirche in Baden, Ev. Johannesgemeinde Pforzheim
Sonntagsgottesdienst 10 Uhr, Besichtigung n.V.
  http://www.johannesgemeinde-pforzheim.de



I. Wittig: Otto-Bartning-Werkdatenbank. OBAK  http://www.otto-bartning.de So, 21.1.2018, letzte Änderung des Eintrags: 6.8.2014